Skip navigation

€uro und EU = Krise forever? Lasst uns das Europäische Haus umbauen

Vortrag und Buchvorstellung im IAW-Colloquium von Prof. Dr. Rudolf Hickel und Dr. Johann-Günther König
Location:

Raum B2880
Gebäude GW2
Bibliothekstr. 1
28359 Bremen

Date: Apr 8, 2014: 4:00 PM - 6:00 PM
Die relative Ruhe im Eurosystem ist auf die Rettungspolitik und insbesondere auf die entschiedene monetäre Steuerung der Europäischen Zentralbank zurückzuführen. Die Spekulanten, die auf den Absturz einzelner Staaten, ja das Gesamtsystem gewettet hatten, scheinen verbannt zu sein. Durch diesen Kauf von Zeit sind jedoch die ökonomischen und politischen Systemrisiken nicht gebannt. Lösungen, die den Euro grundsätzlich zu einer stabilen Währung als Basis eines sozialen und demokratischen Europas machen, müssen wissenschaftlich und praxisnah entwickelt werden.

Bei dem Vortrag steht das durch die Autoren vorgelegte, neue Buch zum Euro und Europa im Mittelpunkt. Das prägende Motto lautet: Euro ja, aber anders. Eine konkrete Vision zur Weiterentwicklung der Europäischen Union mit einer realwirtschaftlichen und monetären stabilen Basis wird zu zeichnen versucht. Dazu  gehen die Autoren zuerst auf die Ursachen der Euro-Systemkrise ein, um instrumentierbare Ansatzpunkte zu deren Überwindung aufzuzeigen. Wie sollte die notwendige ökonomische, soziale und ökologische Vergemeinschaftung aussehen?  Im Mittelpunkt steht der Abbau des wirtschaftsstrukturellen Gefälles zwischen den und in den Mitgliedsländern. Die bisherige Konditionierung der Finanzhilfen für die Krisenländer auf eine dagegen durchzusetzende Austeritätspolitik ist gescheitert. Der Urfehler der Gründung des Eurosystems, die wirtschaftliche Spaltung zwischen den Mitgliedsländern muss durch aktive Wirtschaftspolitik abgebaut worden. Das Stichwort heißt Marshallplan.

Die Autoren reduzieren ihre Analyse nicht auf die ökonomischen Zusammenhänge. Vielmehr geht es ihnen um die Gestaltung des Europa-Hauses mit einem demokratischen Fundament.

Die Veranstaltung findet nicht wie üblich in den Räumen des IAW, sondern auf dem Universitätscampus in Gebäude GW2, Raum B2880, statt!
Last modified: Jan 17, 2014