Das dynamische Sitzen
Wechselnde Sitzhaltung einnehmen
Dynamisches Sitzen heißt, die Sitzposition möglichst häufig zu wechseln. Idealerweise hält man den Oberkörper dabei gerade und wechselt zwischen folgenden drei Sitzhaltungen:

Vordere Sitzhaltung mit einem Winkel zwischen Oberkörper und Horizontale von unter 90º und mit nach unten geneigten Oberschenkeln,

mittlere oder aufrechte, ausbalancierte Sitzhaltung (Oberkörperhaltung = 90º),  
hintere, zurückgelehnte Sitzhaltung (Oberkörperhaltung > 90º).  

Die vordere und die mittlere Position sind anfangs ungewohnt und für die untrainierte Rückenmuskulatur anstrengend. Deshalb sollte man sich zwischendurch in einer subjektiv bequemeren Haltung ausruhen, danach aber das dynamische Sitzen weiter trainieren.

Das dynamische Sitzen 
führt zu natürlichen Be- und Entlastungen der Muskulatur und der Bandscheiben,
fördert die Nährstoffversorgung der Bandscheiben,
sorgt für ausreichende Durchblutung der Muskulatur,
beugt Fehlbelastungen der Muskulatur und Verspannungen vor.


Anforderungen an den Arbeitsstuhl
Zur Unterstützung des dynamischen Sitzens sollte der Arbeitsstuhl folgenden Anforderungen genügen:

die Neigung der Rückenlehne muss verstellbar und in verschiedenen Stellungen verriegelbar sein,
empfohlen ist eine „dynamische Rückenlehne“, die entriegelt werden kann und den Rücken in verschiedenen Sitzhaltungen mit einem Federmechanismus abstützt,
die Härte dieser Federung sollte individuell einstellbar sein,
die Neigung der Sitzfläche sollte sich an die Neigung der Rückenlehne anpassen (Synchronmechanik).