Wie lässt sich hybride Arbeit gesundheitsförderlich gestalten? Eine Studie zur Umsetzung hybrider Arbeit in zwei Organisationen in Bremen

Mit der Corona-Pandemie hat die hybride, das heißt zeit- und ortsflexible, digital gerahmte Zusammenarbeit einen Aufschwung erlebt. Für den Arbeits- und Gesundheitsschutz und die gesundheitsförderliche Gestaltung hybrider Arbeit ist es wichtig zu wissen, wo Ressourcen und auch Anforderungen liegen. Die vorliegende Studie hat dies beispielhaft in zwei Organisationen untersucht.
Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Ausprägungen von hybrider Arbeit stark variieren und sich die gesundheitlichen Ressourcen und Belastungen hybrider Arbeit sehr unterschiedlich auswirken. Es konnten vier gesundheitsrelevante Spannungsfelder hybrider Arbeit identifiziert werden. Die Umsetzung im jeweiligen Team und die individuellen Bewertungen der Beschäftigten spielen neben Führung und Arbeitskultur eine große Rolle bei der gesundheitsförderlichen Gestaltung.
Neben einer grundlegenden Regulierung von hybrider Arbeit, bei der auch die Mitbestimmung eine wichtige Funktion hat, ist daher auch der Freiraum für teamindividuelle Regelungen entscheidend. Betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutzakteure sollten Sensibilität für die komplexen Anforderungen hybrider Arbeit und deren spannungsverhältnisse entwickeln. Die Partizipation der Beschäftigten im Prozess der Gefährdungsbeurteilung hybrider Arbeit ist essenziell für deren gesundheitsförderliche Gestaltung.

 

iaw Policy Brief: Hybride Arbeit gesundheitsförderlich gestalten,  Institut Arbeit und Wirtschaft/2026, Autor:innen: Cora Zenz, Guido Becke | Download PDF