01.12.2021

Schulisches Übergangssystem in Bremen

Neues Heft der Reihe Arbeit und Wirtschaft in Bremen

Nach der Schule münden viele Jugendliche statt in Ausbildung zunächst in das Übergangssystem ein. Dessen Aufgabenzuschreibung wird politisch von der Vorstellung dominiert, dass es prioritär den schnellen Übergang in eine Berufsausbildung sicherstellen soll. Vernachlässigt werden bei dieser Betrachtung die Bildungsbedarfe und -ansprüche insbesondere noch schulpflichtiger Jugendlicher. Der Forschungsbericht untersucht exemplarisch für die Stadt Bremen, inwiefern die Bildungsgänge des schulischen Übergangssystems die Bedarfe junger Menschen adressieren und sie bei der Verbesserung des Schulabschlusses, der beruflichen Orientierung und/oder der Integration in Ausbildung unterstützen. Dabei wurden nicht nur Expertinnen und Experten, sondern auch Schülerinnen und Schüler direkt befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass mehr Bedarfsorientierung und Passgenauigkeit nötig sind, um die Chancen der Jugendlichen systematisch zu verbessern. Mit Blick auf den sehr hohen Anteil der Jugendlichen mit maximal dem Hauptschulabschluss im bremischen Übergangssystem sollte stärkeres Gewicht auf die Möglichkeiten zum Erreichen eines höherwertigen Schulabschlusses gelegt werden, weil dies den Zugang zu vielen Berufsausbildungen erst möglich macht. Mehr lesen ...

11.11.2021

Interdependenzen von Arbeit und Nachhaltigkeit

Guido Becke und Peter Bleses beleuchten in diesem Herausgeberband das Wechselverhältnis von Arbeit und Nachhaltigkeit im Sinne eines integrierten mehrdimensionalen Nachhaltigkeitsverständnisses.

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02.11.2021

Neuer Band in der SOCIUM-Reihe im Campus Verlag erschienen

Geschlechterungleichheiten in Arbeit, Wohlfahrtsstaat und Familie

Simone Scherger, Ruth Abramowski, Irene Dingeldey, Anna Hokema, Andrea Schäfer diskutieren die institutionelle, insbesondere wohlfahrtsstaatliche Regulierung und politische Gestaltung von Geschlechterverhältnissen und liefern neben konzeptionellen Überlegungen eine Vielzahl quantitativer und qualitativer Befunde zu erwerbsbezogenen und anderen Ungleichheiten. Sie analysieren zudem geschlechterbezogene Orientierungen und Einstellungen, die eng mit Ungleichheiten zusammenhängen. Auf diese Weise entsteht ein facettenreiches Bild der Fortschritte und Beharrungstendenzen im Bereich der Geschlechterungleichheiten sowie der Forschung zu ihren Ursachen und Folgen. Der Band ist eine Festschrift für Karin Gottschall. Mehr lesen ...

07.09.2021

Minimum Wage Regimes

Warum Mindestlöhne?

Der Herausgeberband von Irene Dingeldey, Damian Grimshaw und Thorsten Schulten geht über die traditionelle Mindestlohnforschung hinaus, indem das Zusammenwirken verschiedener nationaler sowie sektorspezifischer Regelungen wie auch der Akteursstrategien im Feld der Mindestlohnpolitik untersucht wird. Es wird gefragt, welche Strategien und Motive von den verschiedenen Akteuren bei der Gestaltung und Anpassung (staatlicher) Mindeslöhne verfolgt werden. Im Ergebnis spielen dabei sowohl Tarifautonomie, gerechte Bezahlung und/oder die Sicherung von Mindesteinkommen in den verschiedenen Kontexten eine je unterschiedliche Rolle. Mehr lesen ...