Evaluation of the children's and family centers in Bremen

Kinderarmut und die Folgen für die Bildungschancen der Kinder gelten in Deutschland als ungelöste strukturelle Probleme. Die Kindertagesbetreuung nimmt bei der Debatte um Kinderarmutsprävention eine Schlüsselrolle ein. Als ein Handlungsansatz gilt dabei die konzeptgebundene Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen für Kindertagesstätten in sozial benachteiligten Gebieten – meist unter der Bezeichnung Familienzentrum – zur Umsetzung von besonderen Fördermaßnahmen. In Bremen gibt es zwar bisher kein solches kohärentes, abgestimmtes und einrichtungsbezogenes Konzept für Kinder- und Familienzentren wie in vielen anderen Großstädten, dennoch sind Elemente vergleichbarer Programme (z. B. bessere Personalausstattung, Sozialarbeiter:innenstellen, Sachmittel, Stadtteilkooperation) durchaus vorhanden. Im Rahmen eines bis Dezember 2022 dauernden Projektvorhabens in Zusammenarbeit mit der Auridis-Stiftung und dem Felsenweg-Institut der Karl-Kübel-Stiftung plant die Stadt Bremen nun, die bisherigen Ansätze konzeptionell zu verknüpfen und 61 Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren weiter zu entwickeln. Im Projekt wird dieser Prozess wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Dazu dienen eine Beschäftigtenbefragung zum Projektbeginn sowie -ende, eine Elternbefragung sowie verschiedene qualitative Methoden (Einzelinterviews, Gruppeninterviews, Expert:inneninterviews).



Duration:
15 June 2021 - 31 December 2022

Research Team:
M.A. Sozialpolitik René Böhme (Head of project)
Dr. phil. Alexandra Hashem-Wangler