Mobilitätswende in der Stadt Bremen. Beschäftigungseffekte durch die Zielsetzungen der Klima-Enquetekommission // Autor:innen: von Bestenbostel, Martin; Willacker, Patrick; Preiter, Milena (2025) // Erschienen in: Reihe Arbeit und Wirtschaft in Bremen, Bd 50. Bremen: Arbeitnehmerkammer Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Download PDF
Der DGB führt seit dem Jahr 2007 jährlich eine bundesweite Befragung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu ihren Arbeitsbedingungen durch (DGB-Index Gute Arbeit). Um für das Land Berlin repräsentative Ergebnisse zu erhalten, hat die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Jahr 2024 zum vierten Mal eine Aufstockungsstichprobe in Auftrag gegeben. Damit liegen insgesamt 1.000 Interviews zu den Arbeitsbedingungen von Berlinerinnen und Berlinern vor.
Der Bericht zeigt die Verteilung von Ressourcen, Beanspruchungen und den daraus resultierenden Belastungen der Beschäftigten. Die Lage der Berliner Beschäftigten wird dabei mit der gesamtdeutschen Erhebung des DGB verglichen. Dem diesjährige Schwerpunktthema „Personalmangel und Fachkräftesicherung“ widmet sich ein gesondertes Kapitel. Eine Besonderheit des Berichts ist der für Berlin ermöglichte Zeitvergleich über vier Erhebungszeitpunkte, der immer dann herangezogen wird, wenn sich Entwicklungstendenzen für die Zu- oder Abnahme von Ressourcen oder Beanspruchungen abzeichnen. Es zeigen sich beispielsweise eine kontinuierliche Zunahme des Zeitdrucks, aber auch Verbesserungen im Bereich autonomer Arbeitsgestaltung. Auffallend häufig von schlechten Arbeitsbedingungen betroffen sind Beschäftigte mit niedrigem Qualifikationsniveau und Angehörige von Betrieben ohne Mitarbeitendenvertretungen. Zudem berichten Beschäftigte, deren Arbeitsbereiche vom Personalmangel deutlich betroffen sind, auch von schlechteren Arbeitsbedingungen.
Brunsen, Hendrik; Busse, Britta; Wolnik, Kevin; Wenzel, Lisbeth (2025)
Der vorliegende Band wurde von den Projektleitern Ulrich Mückenberger (Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie Politikwissenschaft) und Irene Dingeldey (Politikwissenschaft und Arbeitsmarktsoziologie) sowie dem Postdoc Heiner Fechner (Arbeitsrecht, Recht und Entwicklung sowie Menschenrechte) des Projekts "Worlds of Labour" (WoL) herausgegeben, basierend auch auf der Arbeit ehemaliger und aktueller Projektmitglieder, nämlich Marina Carlino, Jean-Yves Gerlitz, Jenny Hahs und Andrea Schäfer.
Dieses Open-Access-Buch "Constructing Worlds of Labour" will neue Wege beschreiten, indem es Ergebnisse zu verschiedenen Arten von Arbeitsnormen auf der ganzen Welt als regulierende Sozialpolitik präsentiert. Der Fokus liegt darauf sichtbar zu machen und zu erklären, warum das Arbeitsrecht weltweit nicht nur eine schützende, sondern auch eine segmentierende Rolle spielt – indem es eine status-, geschlechts- und/oder rassenbasierte soziale Differenzierung schafft. Wir haben diese Rolle des Rechts als rechtliche Segmentierung konzeptualisiert und verschiedene historische und machtbezogene Ursachen für die rechtliche Segmentierung identifiziert. Wir wollen auch herausfinden, wie das segmentierende Arbeitsrecht mit den segmentierenden Auswirkungen anderer (aktueller und/oder historischer) Rechtsinstitutionen – wie Sozialrecht, Familienrecht, Steuerrecht, aber auch Sklaverei, geschlechts-, rassen- und ethnizitätsbasierte Gesetzgebung – interagiert. Als Erklärungen werden nicht nur pfadabhängige institutionelle Entwicklungen, sondern auch koloniale Einflüsse, internationale Organisationen und epistemische Gemeinschaften einschließlich postkolonialer Denkweisen eingehend untersucht. Die Forschungsergebnisse werden lebhaft diskutiert, um Vorschläge zu unterbreiten, wie die dargestellte Situation in den verschiedenen Arbeitswelten überwunden werden kann. Daher zeichnet sich dieses Buch nicht nur durch eine globale Perspektive aus, sondern auch durch die Beschreitung neuer Wege auf interdisziplinäre Weise – sowohl theoretisch/normativ als auch empirisch.
Der Band soll zudem eine Diskussion über das Konzept, die Methodik und die Ergebnisse unter den Mitgliedern der wissenschaftlichen Gemeinschaft anregen. Die Kapitel von Tzehainesh Teklè und Simon Deakin befassen sich mit der Verwendung von Lexikometrie. Ludger Pries und Kerry Rittich erweitern ebenfalls den Umfang der Analyse – ersterer in Richtung einer soziologischen Betrachtung der internationalen Arenen und Akteure der Arbeitsregulierung, letztere in Richtung einer kritischen Perspektive auf die rechtliche Segmentierung durch rechtliche Faktoren jenseits der Arbeitsmärkte, jenseits des Arbeitsrechts.
Kontakt:
Prof. Dr. Irene Dingeldey
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Institut Arbeit und Wirtschaft
Wiener Straße 9 / Ecke Celsiusstraße
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-61710
E-Mail: dingeldey@uni-bremen.de
Dr. Heiner Fechner
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57070
E-Mail: hfechner@uni-bremen.de
Prof. Dr. Ulrich Mückenberger
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Fachbereich Rechtswissenschaft
Universitätsallee, GW1
Das Verbundprojekt ressource erforscht und gestaltet Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Einfacharbeit, insbesondere in der Logistik und in gesundheitsbezogenen Dienstleistungen in der Region NordWest. Im Fokus des iaw-papers stehen systematische Bedarfs- und Anforderungsanalysen, die institutionelle, organisationale und individuelle Herausforderungen sowie vorhandene Ressourcen im Hinblick auf gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung erfassen. Methodisch setzt das Projekt auf einen reflexiv-iterativen Mixed-Methods-Ansatz, der qualitative und quantitative Verfahren kombiniert und partizipativ angelegt ist.
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Komplexität der betrieblichen Herausforderungen, die in vier
Gestaltungsperspektiven gebündelt werden: Kommunikation, Wertschätzung, Lernen/Lernorganisation
sowie Qualität der Arbeit. Diese Themenfelder sind eng miteinander verwoben und betreffen sowohl
Führungsverhalten und Arbeitsbedingungen als auch strukturelle Rahmenbedingungen. Branchenspezifisch treten in der Logistik vor allem physische, in der Pflege und Betreuung eher auch psychosoziale Belastungen auf. Daraus ergeben sich differenzierte Anforderungen an betriebliche Gestaltungsansätze.
Im Projekt werden innovative methodische Zugänge erprobt, etwa die dialogorientierte Methode Rooms of Error. Ziel des Verbundprojekts ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums in der Region NordWest, das
praxisnahes Wissen zur Gestaltung und Entwicklung von Einfacharbeit langfristig sichert und
weiterentwickelt. Damit leistet ressource einen Beitrag zur arbeitswissenschaftlichen Erschließung von
Einfacharbeit und zur Entwicklung zukunftsfähiger Arbeitswelten
Bleses, Peter; Ritter, Wolfgang, 2025: Ressourcen und Bedarfe in Einfacharbeit: Analysen und erste Gestaltungsansätze in Logistik und Pflege im Verbundprojekt ressource, Bd. 43, Schriftenreihe Institut Arbeit und Wirtschaft/2025, Bremen: Institut Arbeit und Wirtschaft - iaw, Download PDF
Herausgegeben von Horst Gischer (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, gischer@ovgu.de) und Fritz Helmedag (TU Chemnitz, fritz.helmedag@wirtschaft.tu-chemnitz.de)
Unter den Verhältnissen »vollständiger« Konkurrenz, wie sie viele volkswirtschaftliche Lehrbücher beschreiben, genießen allein die Käufer den geschaffenen (maximalen) Tauschvorteil in Form der Konsumentenrente. Die Anbieter erzielen keinen Gewinn, da sie sich mit kostendeckenden Preisen begnügen müssen. Die Existenz von (gesamtwirtschaftlich dauerhaften) Gewinnen ist indes Indiz genug, um zu belegen, dass die als ideal angesehene vollständige Konkurrenz auf realitätsfremden Voraussetzungen beruht. Die oft als Kennzeichnen für Allokationseffizienz genannte »Grenzkosten-Preisregel« ist zwar von hoher ideologischer Bedeutung, aber empirisch belanglos.
Die tatsächliche Gewinnverteilung spiegelt überdies Verhältnisse, die auf die Ausübung ökonomischer Macht schließen lassen. Aufgrund bestimmter Gegebenheiten (steigender Skalenerträge, Netzwerkeffekte etc.) können dominierende Anbieter »ihre« Märkte gegenüber Konkurrenten abschotten. Das geplante Heft 2/2026 der Vierteljahreshefte zur Arbeits- und Wirtschaftsforschung mit dem Titel »Macht und Märkte« soll sich der Analyse von Märkten mit machtbedingt beschränktem Wettbewerb widmen, dessen Ursachen identifizieren sowie mögliche Korrekturmaßnahmen aufzeigen und diskutieren.
Gewünscht werden Beiträge, die theoretisch und/oder empirisch ausgerichtet sind. Der Umfang sollte ca. 25 Druckseiten nicht übersteigen, die Einreichung ist in deutscher oder englischer Sprache möglich. Die Publikation erfolgt auf der Basis eines Peer-Review-Verfahrens.
Angebote für einen Beitrag werden erbeten bis zum 15. August 2025, über deren Annahme wird zeitnah, spätestens bis zum 30. August 2025 entschieden, die Deadline für die Einreichung des Manuskripts ist für den 01. Dezember 2025 vorgesehen.
Angebote bitte an die verantwortlichen Herausgeber des Heftes
Prof. Dr. Horst Gischer (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Mail: gischer@ovgu.de,
Prof. Dr. Fritz Helmedag (TU Chemnitz), Mail: fritz.helmedag@wirtschaft.tu-chemnitz.de
richten oder an die Schriftleiterin der Vierteljahreshefte zur Arbeits- und Wirtschaftsforschung
Prof. Dr. Dorothea Schäfer (Institut für Arbeit und Wirtschaft), Mail: vaw@uni-bremen.de
mit Beiträge von:
Guido Becke, Irene Dingeldey, Torben Klarl, Dorothea Schäfer, Waltraud Schelkle und Martin Seeliger
Editorial: Digital, ökologisch und sozial gerecht? Die dreifache Herausforderung der dualen Transformation
DOI: https://doi.org/10.3790/vaw.2024.1452501
Guido Becke
Ökologische und digitale Transformationsprozesse in der Perspektive organisationaler Gerechtigkeit
DOI: https://doi.org/10.3790/vaw.2024.1452504
Ab dem 10.03.2025 finden Sie uns im
Forum am Domshof
Domshof 26 in der 5. Etage
28195 Bremen
Die Vierteljahreshefte zur Arbeits- und Wirtschaftsforschung (VAW) gehen einen bedeutenden Schritt in Richtung offener Wissenschaft: Seit dem 1. Januar 2025 erscheint die Zeitschrift, dank gemeinsamer Förderung durch OLEcon (Open Library Economics, eine Initiative der ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft) und der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, als Diamond Open Access-Publikation in Zusammenarbeit mit dem Duncker & Humblot Verlag.
Die Herausgeberschaft der VAW unter Führung des Institut Arbeit und Wirtschaft in Bremen will neben wirtschafts- und finanzwissenschaftlichen Themen verstärkt arbeitsmarkt- und gesellschaftsrelevante Fragestellungen behandeln. Ziel ist es Analysen der anwendungsorientierten Forschung zu arbeits- und wirtschaftspolitischen »Baustellen« sowie zu zentralen Zukunftsfragen in einem Themenband zu bündeln und damit fundierte Beiträge zu aktuellen politischen Debatten zu leisten.
Wissenschaftler:innen der Universität Bremen sowie der internationalen Forschungsgemeinschaft sind herzlich eingeladen, ihre interdisziplinären, internationalen Forschungsergebnisse auf dieser Plattform zu veröffentlichen.
Das Diamond Open Access-Publikation bietet wissenschaftlichen Autor:innen eine attraktive, nicht-kommerzielle Publikationsplattform – ohne jegliche Gebühren für Autor:innen oder Leser:innen. Es zielt darauf ab Wissen frei und barrierefrei zugänglich zu machen, ohne dass finanzielle Hürden für Forschende oder Leser:innen bestehen. Dies entspricht den beiden zentralen Zielen der aktuellen Wissenschaftspolitik: die Stärkung nicht-kommerzieller Infrastrukturen und die Förderung von Open Access ohne Gebühren. Es unterstreicht das Bestreben der VAW wissenschaftliche Erkenntnisse barrierefrei zugänglich zu machen.
Zum Projektstart wurden zudem die Ausgaben des Jahrgangs 2024 nachträglich als Open Access zugänglich gemacht: Die Ausgaben „Sozialpartnerschaft neu denken!“ (VAW 1/2024) und „Resilienz von Bank- und Finanzsektor in der Zeitenwende“ (VAW 2/2024) sind bereits frei verfügbar, VAW 3 und 4 folgen unmittelbar.
Nutzen Sie die Chance, Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen und unterstützen Sie den freien Zugang zu Wissen!
Weitere Informationen zur Einreichung und zu den Schwerpunkten der Zeitschrift finden Sie auf der Webseite der VAW. Weitere Details zu wissenschaftsgeleitetem Open Access sowie Unterstützungsangebote an der Universität Bremen erhalten Sie auf der Webseite der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen.
Fragen beantworten:
Professor Irene Dingeldey
Mitglied des Herausgebendengremius der VAW
Tel.: +49 421 218-61710
E-Mail: dingeldey@uni-bremen.de
Lydia Pryce-Jones
Open Access-Beauftragte
Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Tel. +49 (0)421 218-59441
E-Mail: publizieren@suub.uni-bremen.de
Die Veranstaltung war Teil der zweitägigen 6th Fairness at Work-Konferenz des Work Equalities Institute. Sie wurde von der Alliance Manchester Business School (AMBS) an der University of Manchester ausgerichtet.
Bei der Auftaktveranstaltung waren 26 der 31 Gründungsmitglieder von Work-Net International an der Universität Manchester zu Gast. Darunter auch das Institut Arbeit und Wirtschaft, vertreten durch die Direktorin Prof. Dr. Irene Dingeldey.
Das Netwzwerk will Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Praktiker zusammenbringen, um das Potenzial des Netzwerks zur Beeinflussung der internationalen Politik und des akademischen Diskurses über kritische Themen im Zusammenhang mit Arbeit und Beschäftigung zu untersuchen.
https://www.wei.manchester.ac.uk/research/networks/work-net-international/
Work-Net International - Group Photograph