Paradoxien der EU-Personenfreizügigkeit. Präferenzbildungsprozesse für und gegen Europäische Integration (EUParadox)

Das Projekt untersucht die Dynamiken von Arbeitsmarktpolitik in Ländern der europäischen Peripherie. Als Gründungsprinzip der EU zur Förderung wirtschaftlicher und politischer Integration zieht die Personenfreizügigkeit in diesem Zusammenhang paradoxe Effekte nach sich. Denn während die freie Mobilität einerseits die grenzüberschreitende Interdependenzen im gemeinsamen Markt stärkt, bedingt sie gleichzeitig Dysfunktionen innerhalb der nationalen Wirtschaftsräume am Rande der EU. Am Beispiel von Litauen, Rumänien und Portugal untersucht das Projekte Prozesse institutionellen Wandels, die auf eine sukzessive Umdeutung des Rechts auf Freizügigkeit innerhalb nationaler Gesetzgebung hinwirken, im Verhältnis von Kapitalverbänden, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Interessenorganisation und dem Staat. Eine Post-Doc-Stelle ist am Bremer Institut für Arbeit und Wirtschaft angesiedelt, zwei Promotionsstellen am Interdisciplinary Centre for European Studies an der Europa-Universität Flensburg angesiedelt. Projektleiter sind Prof. Christoph Roos (Europa-Universität Flensburg) und Martin Seeliger.

 



Laufzeit:
01. September 2021 - 31. August 2024

Forschungsteam:
Prof. Christof Roos, Dr., Europa-Universität Flensburg (Projektleitung)
PD Dr. Martin Seeliger (Projektleitung)